Zuletzt aktualisiert am: 09.01.24

881x399 - darum-sollten-sie-oefter-ihre-bettwaesche-wechseln

Darum sollten Sie Ihre Bettwäsche öfter wechseln

Zugegeben, Bettwäsche zu wechseln, kann eine Herausforderung sein. Denn wer nur ein oder zwei Bettwäsche-Sets hat, muss diese schnell in die Waschmaschine und dann im Wäschetrockner oder auf der Leine trocknen, damit frischer Ersatz zur Hand ist. Auch kann es gerade für ältere Menschen durchaus anstrengend sein, mit den großen Betttüchern und Bettbezügen zu hantieren. Warum sich die Arbeit dennoch lohnt, erfahren Sie hier. Wir widmen uns im Folgenden nämlich Fragen wie diesen: Wie oft sollte ich meine Bettwäsche wechseln? Wie häufig Decken und Kopfkissen waschen?

Allergie-Alarm

Der Hals kratzt, die Augen brennen, die Nase läuft. Klingt nach einer Erkältung oder Heuschnupfen, kann aber auch eine Hausstauballergie sein. Und die zeigt sich im Schlafzimmer ganz besonders – vor allem, wenn die Bettwäsche eher selten gewechselt wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir sehr viel Zeit im Bett verbringen. Dabei verlieren wir große Mengen an Hautschuppen, Körperbehaarung und -flüssigkeiten, allen voran Schweiß. Das mag für menschliche Ohren nun eklig klingen, für Milben ist es aber das Paradies. Und hier liegt das Problem: Die Ausscheidungen der Milben wiederum können Auslöser für Allergien und Asthma sein.

Milben aus dem Bett vertreiben

Gehören auch Sie zu den vielen Menschen, die im etwa drei-vierwöchigen Rhythmus ihre Bettwäsche wechseln? Dies bedeutet allerdings auch, dass Sie mit unzähligen, für das Auge nicht sichtbare, Milben Ihre Schlafstatt teilen. Doch leider kann der eiweißhaltige Kot der Hausstaubmilbe zu juckenden Augen, Niesanfällen, Schnupfen, Husten und Hautausschlägen führen. Besonders empfindliche Menschen entwickeln sogar Asthma. Bemerken Sie diese Symptome an sich oder Menschen, mit denen Sie Ihr Zuhause teilen, ist neben ärztlichem Rat auch ein häufigerer Bettwäschewechsel sehr empfehlenswert.

Pilze und Bakterien

Doch Milben sind nicht die einzigen ungebetenen Bettgesellen, auch Pilze und Bakterien können sich in der gesamten Bettware, also auch in den Bettdecken, der Matratze oder den geliebten Plüschtieren verstecken und vermehren. Das feuchtwarme Milieu des Betts ist dazu perfekt für sie geeignet. Ein erster Schritt, um den Einzug von unangenehmen Untermietern zu vermeiden, ist das regelmäßige Lüften und Waschen der Decken und Bettbezüge. Aber nicht nur das Bett selbst sollte frisch sein – das gilt für Ihr gesamtes Schlafzimmer. Sorgen Sie mit richtigem Lüften für ein angenehmes Raumklima, das weder zu feucht noch zu trocken ist. Mehr Tipps für das perfekte Schlafklima finden Sie in unserem Bog.

8 Gründe, weshalb Sie das Bett häufig neu beziehen sollten

Die Parasiten, die sich im Bett wohlfühlen, sind ein Grund, warum regelmäßig frisch gewaschene Bettwäsche vorteilhaft ist. Hier eine Übersicht mit weiteren wichtigen Argumenten:

  1. Je mehr Sie nachts schwitzen, desto mehr Schweiß wird vom Bettzeug aufgesaugt – sichtbar oft an den unschönen gelb-braunen Rändern auf Kissen, Decke und Matratze.
  2. Wenn Sie nackt schlafen, kommt die Bettwäsche mehrere Stunden pro Nacht mit Ihrer Haut in Berührung, fast wie Hosen oder T-Shirts. Und Ihre Kleidung tragen Sie auch nicht einen Monat am Stück, oder?
  3. Wenn Sie unter einer Hausstauballergie leiden, kann frische Bettwäsche die Symptome deutlich lindern.
  4. Kater Felix oder Hündchen Nelly dürfen mit ins Bett? Gerne, aber Dreck und lose Tierhaare landen dann ebenso dort.
  5. Die Infektion ist endlich ausgestanden? Dann ab mit dem Bettzeug in die Waschmaschine, um sich und andere in der Familie nicht unnötig zu gefährden.
  6. Egal, ob beim Frühstück im Bett gekleckert wurde oder dem Haustier ein Malheur passiert ist, bei Flecken auf dem Bettzeug ist ein Bettwäschewechsel angesagt.
  7. Schweiß, kalter Zigarettenrauch oder aufdringliches Parfum – unangenehme Gerüche sind ein Zeichen, dass der Bettbezug eine Frischekur in der Waschmaschine braucht.
  8. Kindern und insbesondere Säuglinge haben noch kein so ausgereiftes Immunsystem, deswegen darf hier gerne besonders oft frische Bettwäsche aufgezogen werden.

Frau Holle lässt grüßen – Bettwäsche richtig wechseln

Nicht nur das Schlafzimmer sollte ausreichend gelüftet werden, um frischen Sauerstoff hineinzulassen und Schimmelbildung zu verhindern. Auch Bettdecken und die Matratze sollten regelmäßig an die frische Luft. Wenn das Bettlaken also gerade sowieso abgezogen ist, nutzen Sie die Gelegenheit, die Matratze abzusaugen, zum Lüften aufzustellen und ggf. sogar einmal zu wenden oder zu drehen. Die Bettdecken können Sie am offenen Fenster auslüften lassen – und falls möglich – dann locker aufschütteln. Hat sich zwischendurch eine Naht gelöst, werden Sie dies spätestens jetzt bemerken, wenn es in bester Frau-Holle-Manier anfängt, Daunen zu schneien.

Aber wie sieht es eigentlich mit Spannbettlaken für Boxspringbetten aus – wie bezieht man die richtig? Schließlich brauchen Boxspringbetten mit ihren Matratzen und Toppern andere Laken als klassische Betten. Die Antworten darauf finden Sie in unserem Blog.

Hier noch ein paar weitere Tipps für ein gesundes und hygienisches Schlaferlebnis:

  • Matratzenbezüge regelmäßig waschen (wenn möglich)
  • Bettdecke zweimal jährlich bei 60 Grad waschen (lassen)
  • Bettdecken nach circa sechs bis acht Jahren ersetzen
  • Seidenlaken sind von Natur aus milbenabweisend und angenehm kühl auf der Haut
  • Wenn Sie Bettwäsche kaufen, bevorzugen Sie atmungsaktive und luftdurchlässige Stoffe
  • Bei der Auswahl der Bettdecke auf Jahreszeit bzw. Temperaturvorlieben achten (dünne oder dicke Decke)
  • Wer leicht schwitzt, sollte in atmungsaktive Matratzen mit gutem Feuchtigkeitstransport investieren

Bettwäsche waschen: Wie oft und wie geht’s richtig?

Wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen, hängt von Ihrem persönlichen Wohlfühlfaktor ab. Müffelt die Bettwäsche schon unangenehm, sollte sie zeitnah gewechselt werden. Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es sinnvoll, die Bettwäsche ungefähr alle 14 Tage zu waschen. Sollten Sie unter einer Hausstauballergie leiden, stark schwitzen oder nur selten duschen, gilt: je häufiger, desto besser. Letztlich ist es aber alles eine Frage der individuellen Umstände.

So waschen Sie Bettwäsche, Decken und Kuscheltiere richtig

Milben überleben bis zu einer Temperatur von circa 58 °C. Daher ist es sinnvoll, Bettwäsche, aber auch Decken und Kopfkissen bei 60 °C zu waschen. In der Regel halten das die Materialien gut aus. Und auch Kuscheltiere sollten vorsichtig in den Genuss einer Waschmaschine kommen, aber bitte ohne extremen Schleudergang. Denn auch Teddy & Co. sind eine beliebte Heimat für Hausstaub, Milben, Bakterien und Pilze. Ihre Bettwäsche können Sie mit Voll- oder Universalwaschmittel waschen, bei Plüschtieren greifen Sie besser zu Woll- oder Feinwaschmittel.

Bettwäsche-Wechsel bei Krankheiten

Hat es Sie erwischt, sollten Sie – je nach Erreger – noch einmal besondere Hygienemaßnahmen in Ihrem Schlafzimmer treffen. Beim Norovirus wird die gute alte Kochwäsche bei 95 °C empfohlen. Da es sich um extrem ansteckende Viren handelt, sollten Sie hier auf Nummer sichergehen. Auch spezielle Hygiene-Spüler können hier eingesetzt werden. Vergessen Sie aber nicht, auch Bettdecken, Laken, Kopfkissen und Matratzenschoner einer besonderen Reinigung zu unterziehen.

Fazit: Darum sollten Sie öfter Ihre Bettwäsche wechseln

Mit einem regelmäßigen Bettwäsche-Wechsel bringen Sie Hygiene und Sauberkeit in Ihr Schlafzimmer und reduzieren das Risiko, an einer Hausstauballergie zu erkranken. Generell reicht es meist aus, Ihre Bettwäsche im Zwei-Wochen-Rhythmus bei 60 °C in der Waschmaschine zu waschen. Nutzen Sie den Moment und lüften Sie dabei des Schlafzimmer durch und widmen Sie sich auch den Decken und Matratzen: Regelmäßiges Lüften, Absaugen, Drehen und Wenden vermindert die Gefahr eines Befalls mit übermäßig vielen Bakterien und Pilzen. Auch Kopfkissen und Kuscheltiere können gelegentlich in der Waschmaschine aufgefrischt werden.

Nackenkissen für Seitenschläfer von Ravensberger-Matratzen

Zuletzt aktualisiert am: 21.05.2024

Nackenkissen für Seitenschläfer

Ein ungeeignetes Nackenkissen kann zu Verspannungen oder einer gestörten Nachtruhe führen. Welche Rolle das Nackenkissen für Seitenschläfer spielt, um die Schlafqualität und das Wohlbefinden zu fördern, wird im Folgenden erklärt.

Wie viele Stunden Schlaf braucht ein Mensch

Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2024

Wie viele Stunden Schlaf braucht ein Mensch?

Schlafmangel bedeutet meist weniger Konzentration und Leistungsfähigkeit im Alltag – und bei chronischem Schlafmangel kann es sogar ernst werden. Hier finden Sie heraus, wie viele Stunden Schlaf man braucht und erfahren Tipps für einen besseren Schlaf.