19.06.22

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Schlafpositionen: Bedeutung, Vorteile & Nachteile

Guter Schlaf ist für ein gesundes, aktives Leben das A und O. Denn wer trotz ausreichend Schlaf müde und mit Rücken- oder Nackenschmerzen in den Tag starten muss, verliert schnell die gute Laune. Und dieses Stimmungstief beeinflusst auf lange Sicht auch Ihren Alltag. Doch was hat unsere Schlafposition damit zu tun, ob die acht Stunden Schlaf erholsam werden oder nicht? Welche Charaktereigenschaften werden mit den Liegepositionen in Verbindung gebracht und welche gesundheitlichen Vor- und Nachteile kann Ihre Schlafposition mit sich bringen? All das erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche Schlafposition ist normal?

Laut einer Studie schläft die Mehrheit der Menschen am liebsten in der Seitenlage, weniger Befragte liegen gerne auf dem Bauch und nur ein kleines Grüppchen bevorzugt die Rückenlage. Aber warum schlafen wir nicht alle in der gleichen Position? Die Schlafposition wird meist nicht bewusst eingenommen, sondern der Körper sucht im Schlaf seine favorisierte Liegeweise. Die Schlafposition kann also durchaus von unserem Charakter, aber auch von unserem körperlichen Zustand im Allgemeinen beeinflusst werden.

Schlafen in Rückenlage

Diese markante Schlafposition lässt einen sowohl an Soldaten als auch an gekrönte Häupter denken. Die Arme liegen dabei in der Regel seitlich neben dem Körper und die Beine sind in ausgestreckt und etwa schulterbreit geöffnet. Als Varianten können die Knie und Arme in Rückenlage auch angewinkelt werden. Manchmal legen Rückenschläfer ihre Arme oben in Höhe des Kopfes ab – gerade Babys erinnern in dieser Position an kleine, schlafende Engel.

Ist das Schlafen in Rückenlage gesund?

Aus medizinischer Sicht gilt die Rückenlage als deutlich bessere Schlafposition als etwa die Bauchlage. Der Grund: Das Blut kann ungehindert durch den Körper fließen, auch die Organe werden nicht durch ungewöhnlichen Druck belastet. Die gerade Liegeposition entspannt die Wirbelsäule, da sie nun quasi in neutraler Stellung ist. Dennoch ist die Rückenlage nicht für alle Menschen ideal. Wer beispielsweise zu Sodbrennen oder Schnarchen neigt, sollte aufpassen. Liegt der Oberkörper etwas niedriger als der Magen, kann ätzende Magensäure in die Speiseröhre geraten und dort für schmerzhafte Entzündungen sorgen. Auch die Sauerstoffzufuhr in die Lunge ist in der Rückenlage nicht optimal, da die Atemwege so nicht komplett geöffnet sind. Die Folge: mehr oder minder laute Schnarchgeräusche.

Typologie: Der selbstbewusste Rückenschläfer

Personen, die auf dem Rücken schlafen, wird oft nachgesagt, selbstbewusst zu sein und über eine starke Persönlichkeit zu verfügen – die Verbindung mit den Königen und Kaisern dieser Welt ist also gar nicht so weit hergeholt. Auch die entspannte Wirbelsäule, die sich tagsüber in einem aufrechten Gang zeigt, passt zu diesen Charaktertypen. Möglicherweise geht die Selbstsicherheit allerdings auch so weit, dass dieser Person eventuelles Schnarchen egal ist und die schlafende Umwelt darunter leiden muss.

Schlafen in Bauchlage

Wer in Bauchlage schläft, sortiert seine Arme neben dem Körper – in paralleler oder angewinkelter Position. Alternativ finden die Hände auch am oder unter dem Kopfkissen Platz. Auch die Beine sind wahlweise ausgestreckt oder angewinkelt. Ist man nicht gerade auf einer Massageliege mit Kopfausschnitt eingenickt, dreht sich der Kopf beim Schlafen auf dem Bauch in der Regel nach rechts oder links.

Ist das Schlafen auf dem Bauch gesund?

Leider nicht wirklich. Denn genau in der verdrehten Kopfhaltung lauert die Gefahr: Es drohen am Morgen Nacken- oder Schulterschmerzen. Die Halswirbelsäule wird über mehrere Stunden überstreckt, was sich dann in Nackenschmerzen bemerkbar machen kann. Haben Sie jedoch Probleme im Bereich der Lendenwirbelsäule, schlafen Sie wohl dennoch lieber auf dem Bauch als auf dem Rücken. Das liegt daran, dass in der Bauchlage der Druck von den Bandscheiben genommen wird. Aber Vorsicht: Durch permanentes Schlafen auf dem Bauch flacht sich die natürliche Biegung der Wirbelsäule ab – und so könnten sich die Kreuzschmerzen lediglich in eine andere Gegend, wie etwa den Nacken, verlagern.

Typologie: Der vertrauenswürdige, pünktliche Bauchschläfer

Bauchschläfer gelten als Perfektionisten. Ihnen werden Pünktlichkeit, Ehrgeiz und Ordnungsliebe nachgesagt. Auch erscheinen Menschen, die in Bauchlage schlafen, als besonders vertrauenswürdige Personen.

Schlafen in Seitenlage und Embryonalstellung

Sie ist der absolute Favorit unter den Schlafpositionen: die Seitenlage. Wir liegen dabei wahlweise auf der rechten oder linken Seite, mit ausgestreckten oder angewinkelten Armen und Beinen. Manche halten sich dabei gerne zusätzlich am Kopfkissen fest oder klemmen die Bettdecke zwischen die Knie. Oft rollen sich die Schlafenden so stark ein, wie sie es als Baby im Mutterleib getan haben. Man spricht daher auch von der Embryohaltung oder Embryostellung.

Ist das Schlafen auf der Seite gesund?

Das Schlafen in Seitenlage ist grundsätzlich eine gute Position, ob gestreckt oder eingerollt. Achten Sie als Seitenschläfer jedoch unbedingt auf eine passende Matratze und die ideale Kopfkissenhöhe, um die Wirbelsäule und den Nacken richtig zu entlasten. (Ein Hinweis, den Sie aber auch bei anderen Schlafpositionen beherzigen sollten.) Ist die individuelle Schlafunterlage gut gewählt, ist die Seitenlage vor allem für Menschen mit Rückenschmerzen eine gute Lösung, da die Wirbelsäule ihre natürliche Form beibehält.

Der kreative, harmoniebedürftige Seitenschläfer

Seitenschläfer gelten als sehr ausgeglichene Menschen. Gleichwohl sehnen sie sich nach Harmonie. Je stärker sich die Schlafenden einrollen, desto schutzbedürftiger, verletzlicher und zurückhaltender ist der Charakter – eben wie das Baby im Bauch der Mutter. Mit diesen Eigenschaften einher geht zudem oft eine gefühlsbetonte, kreative Ader.

Welche Schlafposition ist nun am besten?

Wie wir gesehen haben, kommt das immer auf die persönlichen Vorlieben und körperlichen Voraussetzungen an. Ideal ist es, wenn der Körper in der Nacht hin und wieder zwischen Rückenlage, Bauchlage und Seitenlage wechselt. So kommt es zu keiner dauerhaften Überlastung einzelner Organe oder Rückenpartien, womit Sie dem erholsamen Schlaf einen wichtigen Schritt näher sind. Wichtige Voraussetzungen sind dafür eine hochwertige Matratze und ein Kissen, das Nacken und Halswirbelsäule unterstützt – beide finden Sie selbstverständlich in unserem Online-Shop.

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Lesen Sie in unserem Blog zudem nach, wie Sie Ihren Schlaf positiv beeinflussen können und finden Sie heraus, was gegen Schlafstörungen helfen kann.

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