Zuletzt aktualisiert am: 21.03.24

Kaltschaummatratzen-oder-Federkernmatratze-Ravensberger-Matratzen

Kaltschaummatratze oder Federkernmatratze – für welche soll ich mich entscheiden?

Kaltschaum- oder Federkernmatratze – welche Matratzenart passt besser zu mir? Ist eine Kaltschaummatratze gut für mich oder wäre eine Federkernmatratze besser? Und welche Eigenschaften verbergen sich hinter dem Kaltschaum und Federkern? Damit Sie diese Fragen für sich beantworten können, haben wir die Matratzentypen gegenübergestellt.

Die Kaltschaummatratze

Eine Kaltschaummatratze besteht – wie der Name vermuten lässt – aus Schaumstoff, der sich gut den Körperkonturen anpassen kann. Er wird bei geringen Temperaturen ausgehärtet und ohne Gase oder Schadstoffe hergestellt. Kaltschaum gilt als gesundheitlich unbedenklich und bietet Milben keinen Lebensraum, weshalb Kaltschaummatratzen auch für Allergiker sehr gut geeignet sind.

7-Zonen-Kaltschaummatratzen

Um den Körper bestmöglich zu stützen und zu entlasten, wird die Kaltschaummatratze in sieben Zonen unterteilt. Zone 1 stützt Kopf und Nacken, Zone 2 die Schultern, Zone 3 den Lendenwirbelbereich, Zone 4 das Becken, Zone 5 die Schenkel, Zone 6 die Waden und Zone 7 die Füße.

Der unterschiedliche Grad an Punktelastizität dieser Liegezonen wird durch Einschnitte im Kaltschaumkern erreicht. Je tiefer die Einschnitte, desto weicher wird die Zone. Die unterschiedlichen Zonen helfen dabei, die Wirbelsäule in unterschiedlichen Schlafpositionen gerade auszurichten. Das ist besonders bei Seitenschläfern wichtig.

Härtegrad und Raumgewicht der Kaltschaummatratze

Der Härtegrad orientiert sich am Körpergewicht und unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. So finden Sie bei jeder RAVENSBERGER Matratze eine individuelle Tabelle, die den optimalen Härtegrad in Relation zu Ihrer Größe und Ihrem Körpergewicht angibt. Je größer und schwerer Sie sind, desto höher sollte der Härtegrad sein. Als Orientierungshilfe können wir Ihnen für die Wahl der richtigen Matratze bzw. des richtigen Härtegrades folgendes an die Hand geben: Der Härtegrad H2 ist für Personen geeignet, die ein Körpergewicht von bis zu 80 kg haben. Menschen mit höherem Körpergewicht – also ab ca. 80 kg – sollten sich beim Kauf den Härtegrad H3 genauer ansehen. Der Härtegrad H4 hingegen wird den körperlichen Anforderungen von Personen ab ca. 110 kg Körpergewicht gerecht. Zu beachten sind dabei jedoch auch persönliche Vorlieben, um einen optimalen Schlafkomfort zu erzielen.

Das Raumgewicht berechnet sich durch die Rohmasse pro Kubikmeter Schaumstoff und sagt etwas über die Langlebigkeit der Kaltschaummatratze aus. Vereinfacht gesagt: Je höher das Raumgewicht, desto langlebiger ist sie. Ab einem Raumgewicht von 40 gilt eine Matratze als hochwertig und langlebig.

Pflege und Langlebigkeit der Kaltschaum-Matratze

Damit Matratzen lange halten, sollten sie gut belüftet sein. Wenn Sie bedenken, dass Sie nachts schwitzen und somit Flüssigkeit an die Matratze abgeben, dann werden Sie verstehen, dass die Seite, die auf dem Lattenrost aufliegt, besser belüftet ist als jene, auf der Sie liegen. RAVENSBERGER Kaltschaummatratzen sind doppelt gespiegelt, sodass Sie die Matratze drehen und wenden können. Es gibt also keine Vorder- und Rückseite, keinen Kopf- und Fußteil, da die Matratze auf jeder Seite gleich ist.

Idealerweise wenden  und drehen Sie die Kaltschaum-Matratze alle 3–4 Monate. So stellen Sie die optimale Belüftung Ihrer Matratze sicher und verhindern Liegekuhlen sowie Schimmelbildung. Durch diese sorgsame Pflege erhöhen Sie die Lebensdauer der Matratze, sodass Sie sich ca. 8–10 Jahre an ihr erfreuen können.

Liegegefühl und ideale Schlafposition bei Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen gehören eher zu den weicheren Matratzen. Dieses Liegegefühl können Sie durch einen höheren Härtegrad beeinflussen. Die meisten Menschen empfinden das Liegen auf einer Kaltschaummatratze als sehr angenehm. Ausnahmen sind Personen, die festere Strukturen bevorzugen – dieses Gefühl lässt sich mit einer Kaltschaummatratze nicht erreichen.

Durch die 7 Körperzonen passt sich die Kaltschaummatratze optimal an und eignet sich daher besonders für Seitenschläfer. Aber auch Rückenschläfer liegen auf ihr bequem.

Sie sind am Kauf einer neuen Matratze interessiert und möchten sich für eine Kaltschaummatratze entscheiden? RAVENSBERGER bietet eine große Auswahl an unterschiedlichen Kaltschaummatratzen an. Ein Modell davon ist unsere Kaltschaummatratze Komfort-SAN, die ebenfalls die beschriebenen 7-Zonen aufweist und damit eine Schlafunterlage mit hohem Liegekomfort darstellt. Zudem ist sie die beste Wahl, wenn Sie nachts frieren, denn der Schaum dieser Matratze leitet Wärme ab und sorgt durch seine offenzellige Porenstruktur für eine gute Luftzirkulation – so schafft die Matratze aus Kaltschaum ein wohliges Schlafklima.

Nachteile von Kaltschaummatratzen

Trotz den vielen Vorteilen hat die Kaltschaummatratze auch mögliche Nachteile:

  • Wärmeempfindlichkeit: Je nachdem, ob ein Mensch nachts viel schwitzt, kann die Wärmespeicherung einer Kaltschaummatratze auch zum Nachteil werden. Denn dies kann bei den betroffenen Personen zu einer unangenehmen Wärmeentwicklung führen.
  • Anfänglicher Geruch: Neue Kaltschaummatratzen können anfänglich einen unangenehmen Geruch aufweisen, der einige Tage oder Wochen andauert, bis er vollständig verfliegt.
  • Gewichtsverteilung: Kaltschaummatratzen reagieren möglicherweise nicht so schnell auf Bewegungen wie Latex- oder Federkernmatratzen, insbesondere Modelle mit höherer Dichte. Dadurch haben manche das Gefühl, sie seien in die Matratze "eingesunken".
  • Langlebigkeit: Obwohl Kaltschaummatratzen im Allgemeinen langlebig sind, können sie im Laufe der Zeit ihre Form und Festigkeit verlieren. Dies äußert sich darin, dass die Matratze durchhängt oder an Unterstützung verliert.

Die Federkernmatratze

Der Kern der Federkernmatratze einer Federkernmatratze sind die Stahlfedern, wie es auch bei unserer Ergo-SPRING der Fall ist. Je nach Beschaffenheit und Anzahl dieser Federn unterscheidet man Bonellfederkernmatratzen, Taschenfederkernmatratzen und Tonnentaschenfederkernmatratzen. Federkernmatratzen eignen sich aufgrund des Federkerns und der daraus resultierenden optimalen Luftzirkulation und der guten Abgabe von Feuchtigkeit, besonders für Personen, die während dem Schlafen zum vermehrten Schwitzen neigen.

Bonellfederkernmatratzen

Eine Matratze mit einem Bonellfederkern besteht aus recht wenigen Federn, die tailliert sind. Sie ist vor allem für Kinder oder Menschen mit niedrigem Körpergewicht geeignet. Aufgrund der Beschaffenheit ist sie weniger punktelastisch als andere Federkernmatratzen, macht dies jedoch durch einen erschwinglichen Preis wett.

Taschenfederkernmatratzen

Bei einer Taschenfederkernmatratze sind die Stahlfedern in Stoffsäckchen eingenäht. Zudem ist sie mit mehr Federn als eine Bonellfederkernmatratze ausgestattet. Durch die höhere Federzahl verfügt sie über eine hohe Punktelastizität. Die Stoffsäckchen verhindern außerdem störende Quietschgeräusche. Zudem wird Matratzen mit einem Taschenfederkern eine besondere Rückstellkraft nachgesagt, da die Vielzahl von individuell eingenähten Federn unabhängig voneinander auf Druck reagieren. Wenn Sie sich also auf die Matratze legen, werden nur die Federn beansprucht, auf denen Ihr Gewicht lastet. Sobald Sie aufstehen, also der Druck entfernt wird, kehren die Federn in ihre ursprüngliche Position zurück, wodurch die Matratze schnell wieder in ihre Ausgangsform gelangt.

Übrigens: Die wichtigsten Unterschiede zwischen Bonellfedern und Taschenfedern haben wir in unserem Blog erläutert.

Tonnentaschenfederkernmatratzen

Die Tonnentaschenfederkernmatratze ist die hochwertigste Federkernmatratze. Auch hier sind die Stahlfedern in Stoffsäckchen eingenäht. Die Federn selbst verfügen über eine spezielle Wölbung, die eine besonders hohe Punktelastizität ermöglicht. Darüber hinaus sorgt diese Form auch für eine sehr gute Klimaregulierung.

Wenn das interessant füe Sie klingt, können Sie sich bei RAVENSBERGER die Tonnentaschenfederkernmatratze Ravo-SPRING ansehen.

7-Zonen-Federkernmatratzen

Unsere 7-Zonen-Tonnentaschenfederkernmatratzen sind besonders hochwertig und sorgen für eine einzigartige Punktelastizität. Das erreichen wir durch unterschiedliche Drahtstärken und die Anordnung der Federn in den Körperzonen. Bei Körperkontakt geben nur die Taschenfedern nach, die belastet werden. So sinken Schulter- und Beckenbereich tiefer ein, während die Wirbelsäule immer gerade ausgerichtet ist.

Härtegrad der Federkernmatratze

Federkernmatratzen sind oftmals in den Härtegraden H2 und H3 erhältlich. Bitte beachten Sie die Tabellen im Onlineshop, da die Härtegrade von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind. Der ideale Härtegrad ist immer abhängig von Körpergröße und -gewicht.

Apropos Gewicht: Durch die Stahlfedern bringen Federkernmatratzen ein höheres Eigengewicht mit. Dies sollten sie für den Transport und die laufende Pflege beachten.

Schlafklima und Langlebigkeit der Federkernmatratze

Durch die Federn erreicht die Federkernmatratze eine hohe Atmungsaktivität. Sie ist die kühlste Matratze und grundsätzlich gut belüftet. Dennoch schadet regelmäßiges Wenden nicht, um die einseitige Abnutzung der Stahlfedern zu verhindern.

Hochwertige Tonnentaschenfederkernmatratzen sind sehr langlebig. Wir empfehlen dennoch, diese nach etwa 10 Jahren zu wechseln.

Liegegefühl und ideale Schlafposition bei Federkernmatratzen

Auf einer Federkernmatratze liegen Sie besonders bequem, wenn Sie eine härtere Unterlage bevorzugen. Ist ein kühles Schlafgefühl für einen erholsamen Schlaf ausschlaggebend für Sie, könnte eine Matratze mit Federkern besser geeignet sein als eine Kaltschaummatratze.

Auch oder insbesondere Rückenschläfern empfehlen wir den Kauf einer Federkernmatratze, denn sie unterstützt die Wirbelsäule und hält sie in einer neutralen bzw. geraden Position. Ebenso wissen Bauchschläfer die Eigenschaften der Federkernmatratze zu schätzen.

Bitte beachten Sie, dass Federkern-Matratzen nicht für die Kombination mit elektrisch verstellbaren Lattenrosten geeignet sind.

Im RAVENSBERGER Onlineshop erhalten Sie hochwertige Federkernmatratzen in der Ausführung als 7-Zonen-Tonnentaschenfederkern-System.

Nachteile von Federkernmatratzen

Obwohl sie viele Vorteile bieten, möchten wir im Folgenden auch auf potenzielle Nachteile von Federkernmatratzen eingehen:

  • Bewegungsübertragung: Matratzen mit einem Federkern – gilt für Taschenfederkern und Tonnentaschenfederkern – neigen dazu, Bewegungen gut zu übertragen, da die Federn bzw. „Taschen“ miteinander verbunden sind. Wenn Ihr Partner sich während des Schlafs bewegt, könnten die Bewegungen auf Ihrer Seite der Matratze spürbar sein.
  • Mangelnde Anpassungsfähigkeit: Im Vergleich zu einer viskoelastischen Schaummatratze bietet die Federkernmatratze möglicherweise nicht den gleichen Grad an individueller Anpassungsfähigkeit an die Körperform. Dies kann dazu führen, dass bestimmte Druckpunkte nicht ausreichend entlastet werden, insbesondere bei Seitenschläfern mit breiten Schultern.
  • Geräuschentwicklung: Federkernmatratzen können quietschen, vor allem wenn die Federung im Laufe der Zeit abgenutzt ist. Dies kann beim Schlafen stören und den Komfort beeinträchtigen.
  • Allergien und Hygiene: Durch die Hohlräume können sich Staub, Schmutz und Allergene ansammeln, was für Allergiker problematisch ist. Daher ist eine regelmäßige Reinigung besonders wichtig, um Allergiesymptome zu minimieren.
  • Gewicht und Handhabung: Aufgrund der Metallfedern können Federkernmatratzen schwerer sein als andere Matratzentypen. Dies kann die Handhabung der Matratze, beispielsweise den Transport oder das Wenden, erschweren.

Kaltschaummatratze oder Federkernmatratze?

Kaltschaum- und Federkernmatratzen unterscheiden sich grundlegend in ihrem Aufbau und bringen folglich auch unterschiedliche Eigenschaften mit sich. Eine für Sie geeignete und gute Matratze lässt sich jedoch nicht ausschließlich mittels ihrer Beschaffenheit definieren, sondern auch anhand Ihrer körperlichen Gegebenheiten und persönlichen Präferenzen sowie Schlafgewohnheiten. Bei der Frage, ob Kaltschaum oder Federkern besser für Sie ist, könnten folgende Überlegungen hilfreich sein: Bevorzuge ich eher eine feste oder weiche Schlafunterlage? Komme ich nachts schnell ins Schwitzen, sodass Matratzen mit einem Taschenfederkern oder Tonnentaschenfederkern und das damit einhergehende gute Belüftungssystem besser zu mir und meinen Bedürfnissen passen? Oder tendiere ich eher dazu, in der Nacht zu frieren, weswegen eine Kaltschaummatratze, die Wärme abgibt, die bessere Wahl für mich ist?

Auch in Hinblick auf den Härtegrad gibt es kein Richtig oder Falsch. Wie auch bei der Frage „Kaltschaummatratze oder Federkernmatratze?“ ist die Antwort „Es kommt darauf an“. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass die Matratze eine unterstützende Funktion erfüllt und bei Gebrauch nicht zu sehr nachgeben sollte. Das heißt: Für Menschen mit einem höheren Körpergewicht ist es ratsam, zu einem höheren Härtegrad zu greifen.

Ist eine Matratze mit Federkern besser?

Greifen wir die eingangs gestellte Frage nochmal auf: Sie haben die Wahl zwischen Kaltschaum und Federkern – welche Matratzenart passt nun besser zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen? Falls Sie immer noch unsicher sind und sich nicht zwischen Federkern und Kaltschaum entscheiden können, beraten wir Sie gerne in einer unserer Fachgeschäfte in Berlin, Hamburg oder München. Auch stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung und beantworten Ihnen alles rundum Federkernmatratzen und Kaltschaummatratzen, jegliche andere Matratzen sowie Lattenroste und Bettwaren ¬ wir sind für Sie da, wenn es um Ihr Schlafsystem geht!

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