Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Körper – oft subtil, manchmal spürbar. Dabei bemerken viele Menschen erst spät, dass ihre bisher bequeme Matratze plötzlich Druckstellen verursacht oder Gelenke morgens schmerzen. Doch warum passiert das, und wie können wir darauf reagieren?
1. Der Körper wird im Alter empfindlicher – das zeigt sich auch nachts
Druckpunkte, die früher kaum spürbar waren, werden nun zu echten Störfaktoren. Doch kein Grund zur Sorge – das ist völlig normal: Die Beschwerden sind nicht zwangsläufig auf mangelnde Fitness oder eine falsche Schlafposition zurückzuführen, sondern häufig Ausdruck natürlicher körperlicher Veränderungen im Laufe des Lebens. Denn wenn wir älter werden, durchläuft unser Körper verschiedene physiologische Entwicklungen:
- Muskel- und Fettgewebe nehmen ab: Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab und auch die Polsterung durch Unterhautfett reduziert sich. Bereiche wie Schultern, Hüften und Knie sind dadurch weniger geschützt und empfindlicher gegenüber Druck.
- Gelenke und Knochen verändern sich: Arthrose, Verschleiß oder einfach die natürliche Abnutzung der Gelenke machen bestimmte Körperstellen anfälliger für Schmerzen, besonders bei einer zu festen Liegefläche.
- Durchblutung und Sensibilität: Die Haut wird dünner, die Durchblutung weniger effizient – Druckstellen entstehen schneller und werden intensiver wahrgenommen.
2. Warum feste Matratzen plötzlich unangenehm werden können
Festere Matratzen galten lange als besonders rückenfreundlich. Die Idee: Je fester, desto besser für die Wirbelsäule. Doch die Schlafforschung zeigt heute, dass eine zu harte Matratze die Körperkonturen nicht ausreichend unterstützt und Bereiche wie Schultern und Hüfte nicht genügend einsinken, wodurch die Wirbelsäule nicht ergonomisch ausgerichtet ist. Besonders problematisch kann dies im Alter werden:
- Druckpunkte entstehen: Besonders an Schultern, Hüfte oder Rücken kann eine zu feste Matratze Druck ausüben, der zu Schmerzen führt.
- Gelenke zu stark belastet: Durch die fehlende Nachgiebigkeit im Bereich von Hüften und Wirbelsäule werden Gelenke und umliegende Strukturen stärker beansprucht, was zu Verspannungen und langfristig auch zu Beschwerden führen kann.
- Schlafqualität sinkt: Wer nachts häufig aufwacht, weil bestimmte Körperstellen wehtun, hat einen weniger erholsamen Schlaf.
Eine zu weiche Matratze kann hingegen dazu führen, dass der Körper zu stark einsinkt, was ebenfalls Fehlhaltungen begünstigen kann. Entscheidend ist daher, dass die Matratze den Körper gezielt unterstützt, Druck entlastet und die Wirbelsäule korrekt ausrichtet – angepasst an Gewicht, Körperform und Alter.
Entdecken Sie unsere breite Auswahl an Matratzen, um die passende Unterstützung für Ihren Körper zu finden.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine passende Matratze zwar Schmerzen lindern oder die Belastung bestimmter Körperpartien reduzieren kann, sie jedoch je nach Art und Ursache der Beschwerden nicht immer die alleinige Lösung darstellt. Treten Schmerzen weiterhin auf oder sind sie stark ausgeprägt, ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen, um mögliche gesundheitliche Ursachen abzuklären und die richtige Behandlung zu finden.
3. Die passende Matratze für sensiblere Körper
Wie wir nun festgestellt haben, lohnt es sich, mit steigendem Alter die Matratzenwahl nochmals zu überdenken. Folgende Aspekte können dabei hilfreich sein:
- Gegebenenfalls etwas weichere Matratzen bevorzugen: Sie passen sich besser den Konturen des Körpers an und entlasten Druckstellen.
- Matratzen mit Liegezonen und punktelastische Modelle: Matratzen mit unterschiedlichen Zonen und punktueller Unterstützung passen sich präzise an die Körperkonturen an, entlasten die empfindlicher gewordenen Gelenke und sorgen somit für einen deutlich erholsameren Schlaf.
- Materialien beachten: Memory-Schaum oder Latex schmiegen sich an den Körper an und verteilen den Druck sanft.
- Auf Signale des Körpers hören: Das persönliche Empfinden am Morgen kann ein wichtiger Hinweisgeber sein ¬– wiederkehrende Schmerzen oder Verspannungen sollten Anlass sein, die Matratzenwahl zu überdenken.
Ergänzend dazu können Topper und Bettwaren helfen, das Liegegefühl individuell anzupassen.
Hinweis: Nicht zuletzt sollten Sie bedenken, dass selbst hochwertige Matratzen über die Jahre an Stützkraft verlieren. Ein Austausch nach entsprechender Nutzungsdauer (etwa 8-10 Jahren, je nach Matratzenart und Belastung) ist daher empfehlenswert, um die Schlafqualität aufrechtzuerhalten.
4. Kleine Tricks für besseren Schlaf
Neben der Wahl einer passenden Matratze kann auch die Schlafhaltung den Komfort beeinflussen. Besonders für ältere oder empfindliche Körper kann eine Seitenlage mit leicht angewinkelten Knien dazu beitragen, die Wirbelsäule möglichst natürlich zu positionieren und den Druck auf Hüfte und Rücken zu reduzieren. Wie hilfreich diese Haltung tatsächlich ist, hängt jedoch vom individuellen Empfinden ab.
Darüber hinaus bietet ein passender Topper die Möglichkeit, das Liegeempfinden individuell anzupassen. Je nach Ausführung kann ein Topper das Liegegefühl weicher oder unterstützender gestalten und so gezielt zur Druckentlastung sowie zu einem insgesamt höheren Schlafkomfort beitragen, ohne dass eine Investition in eine neue Matratze notwendig ist.
Wer zusätzlich die Basis der Matratze optimieren möchte, findet in unserem Sortiment an Lattenrosten die passende Lösung für eine ergonomische Unterstützung. Eine besonders komfortable Alternative zur Matratze mit Lattenrost bieten unsere Boxspringbetten mit angenehmer Einstiegshöhe.
Fazit
Mit zunehmendem Alter reagiert der Körper empfindlicher auf Druck und Belastung. Das Bewusstsein darüber, dass diese Veränderungen ein natürlicher Teil des Älterwerdens sind, kann dabei helfen, die eigenen Bedürfnisse beim Schlafen besser wahrzunehmen. Wenn Sie verstehen, warum Ihr Körper Schmerzen oder Beschwerden signalisiert, wird deutlich, dass sich mögliche Einflussfaktoren – etwa Schlafumgebung und -position oder Matratzenwahl – gezielt an die Gegebenheiten anpassen lassen, um diese zu lindern.
Bei der Matratzenwahl sollten Sie sich grundsätzlich an Ihren aktuellen körperlichen Anforderungen orientieren. Doch gerade im Alter, wenn der Körper sensibler wird, gewinnt diese individuelle Abstimmung zusätzlich an Bedeutung.
Guter Schlaf ist keine Frage des Alters – sondern der richtigen Unterstützung.