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Welche Matratze passt zu mir? Der umfassende Kaufratgeber
Nächtliches Herumwälzen, schlechter Schlaf, Verspannungen am Morgen – in einigen Fällen liegt die Ursache in der Matratze. Hier erfahren Sie die zentralen Entscheidungskriterien, mithilfe derer Sie herausfinden, welche Matratze zu Ihrem Körper und Ihren Gewohnheiten passt. Eines aber gleich vorweg: Eine pauschale Antwort auf die Frage „Welche Matratze passt zu mir?” gibt es nicht.
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Wählen Sie den Härtegrad passend zu Ihrem Körpergewicht: Schwerere Personen benötigen in der Regel einen festeren Härtegrad, leichtere einen eher weicheren.
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Stimmen Sie die Matratze auf Ihre Schlafposition ab: Als Seiten- oder Rückenschläfer brauchen Sie z. B. hohe Punktelastizität, als Bauchschläfer eine eher festere Matratze.
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Richten Sie sich beim Material nach Ihren Bedürfnissen: Allergien, starkes Schwitzen oder Rückenschmerzen stellen jeweils eigene Anforderungen an das Material des Matratzenkerns.
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Achten Sie auf Qualität: Prüfen Sie Raumgewicht, Federanzahl, Stauchhärte sowie Siegel wie OEKO-TEX®.
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Nutzen Sie Beratungs- und Serviceangebote: Lassen Sie sich von Experten beraten, liegen Sie vor dem Kauf im Laden Probe und erkundigen Sie sich nach Testschlaf-Zeiträumen.
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Kaltschaummatratzen
Die wichtigsten Auswahlkriterien im Überblick
Welche Matratze die richtige ist, hängt grundsätzlich von fünf zentralen Faktoren ab:
- Ihrem bevorzugten Liegegefühl und dem dafür idealen Matratzenkern,
- Ihrem Körpergewicht und dem dafür geeigneten Härtegrad,
- Ihrer favorisierten Schlafposition und Ihrem Körperbau,
- spezifischen Bedürfnissen wie Rückenschmerzen oder Allergien
- sowie von Indikatoren für die Produktqualität.
Warum lohnt sich eine sorgfältige Matratzenwahl? Welche Matratze Sie wählen, beeinflusst nicht nur, wie erholsam Ihr Schlaf ist, sondern auch Ihr körperliches Wohlbefinden. Eine ungeeignete Matratze kann schlimmstenfalls sogar Verspannungen und Rückenschmerzen begünstigen oder verstärken. Die passende Matratze richtet die Wirbelsäule korrekt aus und entlastet Schulter und Becken durch gezielte Druckverteilung. Sie darf weder zu weich noch zu hart sein.
Wenn Sie herausfinden möchten, welche Matratze für Kinder geeignet ist, sollten Sie eine zusätzliche Voraussetzung berücksichtigen: Die Kleinen benötigen altersgerechte Matratzen, da sich ihre Wirbelsäule noch im Wachstum befindet und eine ausgewogene Unterstützung sowie Druckentlastung besonders wichtig sind.
Matratzenkerne: Welche Matratze brauche ich?
Jede Matratzenart hat eigene Stärken und bietet dadurch ein eigenes Liegegefühl – ob elastisch, weich, fest oder federnd.
Sie bietet ein elastisches, je nach Raumgewicht weiches bis festeres Liegegefühl mit hoher Punktelastizität und gutem Schlafklima. Empfehlenswert ist sie für alle Schlaftypen und Allergiker. Außerdem ist sie eine beliebte Doppelmatratze, da Bewegungen kaum übertragen werden
Dieser Matratzenkern ist fest, punktelastisch und gut belüftet – und damit ideal für stark schwitzende und unruhige Schläfer. Modelle mit Taschen- oder Tonnentaschenfederkern passen sich dank einzeln eingenähter Federn besonders präzise an.
Bei dieser vergleichsweise einfachen Federkern-Variante sind die einzelnen Federn durch Draht miteinander verbunden. Dadurch geben sie flächig nach, nicht punktuell. Dieser Matratzenkern eignet sich daher vor allem für Gästebetten.
Dieser Matratzenkern ist sehr anpassungsfähig, elastisch und hypoallergen, da das Material natürlich milbenabweisend wirkt. Naturlatex speichert Wärme gut, bietet aber durch seine offenporige Struktur und integrierten Belüftungskanäle ein ausgeglichenes Schlafklima.
Sie reagiert auf Körperwärme und bietet höchste Anpassungsfähigkeit mit optimaler Schulter- und Beckenabsenkung. Für Wechsel- und Bauchschläfer ist Visco jedoch weniger geeignet, da das Material durch Körperwärme weicher wird und dadurch stärker nachgibt. Zudem erschwert die geringe Rückstellkraft Positionswechsel..
Auf diesem Material liegen Sie eher weich und nachgiebig. Es ist geräuscharm und temperaturneutral. Bei speziellen ergonomischen Anforderungen bietet Gelschaum jedoch möglicherweise nicht genug Stabilität.
Mehrschichtmatratzen (auch Hybridmatratzen genannt) verbinden mehrere dieser Materialien – etwa einen Tonnentaschenfederkern mit Polsterschichten aus Viscoschaum. Es gibt somit auch Matratzenmodelle, die die Eigenschaften mehrerer Materialien in sich vereinen.
Den richtigen Matratzen-Härtegrad finden
Der Härtegrad einer Matratze beschreibt, inwieweit diese unter dem Einfluss des Körpergewichts nachgibt. Härtegrade sind allerdings nicht genormt. Jeder Hersteller kann seine Matratzen also unterschiedlich bewerten und derselbe Härtegrad kann sich bei verschiedenen Anbietern somit unterschiedlich anfühlen. Bei RAVENSBERGER Matratzen gibt es vier Härtegrade:
| Härtegrad | Beschreibung | Empfohlen für |
|---|---|---|
| H1/2 | weich | Kinder und Jugendliche |
| H2 | weich bis mittelfest | Erwachsene und Jugendliche von ca. 45 bis 80 kg |
| H3 | mittelfest bis fest | Erwachsene und Jugendliche von ca. 80 bis 110 kg |
| H4 | fest | Körpergewicht ab ca. 110 kg |
Grundsätzlich gilt: Schwerere Personen benötigen einen festeren Härtegrad für eine stabile Unterstützung, während leichtere Personen meist mit einer weicheren Matratze besser zurechtkommen. Die Matratze sollte weder zu weich noch zu hart sein – zu weiche Modelle bieten oft nicht genügend Unterstützung, während zu harte Matratzen Druckstellen begünstigen können.
Welche Matratze ist die richtige für Ihre Schlafposition?
Rückenschläfer:
Eine passende Matratze für Rückenschläfer sollte über eine hohe Punktelastizität und eine gute Körperanpassung verfügen. Besonders wichtig ist eine gezielte Unterstützung der Lendenwirbelsäule, um die natürliche S-Form der Wirbelsäule zu stützen.
Seitenschläfer:
Damit Schulter und Becken gezielt einsinken können und die Wirbelsäule dennoch optimal unterstützt wird, sind punktelastische Matratzen für Seitenschläfer gut geeignet. Die ausgeprägte Schulterkomfortzone hilft, Druck im Schulterbereich zu reduzieren und Druckpunkte zu vermeiden.
Bauchschläfer:
Bei Bauchschläfern empfiehlt sich eine etwas härtere Matratze, um der Wirbelsäule in Bauchlage die notwendige Stabilität zu bieten. Die gleichmäßige, eher festere Zonierung einer Bauchschläfer-Matratze gewährleistet, dass ein Hohlkreuz vermieden wird.
Unruhige Schläfer / häufiger Positionswechsel:
Wer im Schlaf häufig die Position wechselt, liegt meist mit Taschenfederkern-, Latex- oder Kaltschaummatratzen richtig, da diese sich gut an Bewegungen anpassen und den Wechsel der Liegeposition erleichtern.
Bitte beachten Sie: Gemeinsam mit der Schlafposition spielt natürlich auch Ihr Körperbau eine Rolle für die Wahl. Je nachdem, welche Körperpartien ausgeprägter sind, brauchen Sie unterschiedliche Stützung und Zonierung.
Sonderfälle: Welche Matratze bei…?
Eine Matratze kann Rückenschmerzen nicht behandeln oder heilen. Eine ergonomisch ungeeignete oder abgenutzte Matratze kann sich jedoch negativ auf das Liegegefühl und den Schlafkomfort auswirken. Wichtig ist daher eine Matratze, die den Körper möglichst gleichmäßig unterstützt. Modelle mit hoher Punktelastizität, wie Visco- oder Gelmatratzen, passen sich den Körperkonturen besonders gut an und können zu einer gleichmäßigen Druckverteilung sowie einer komfortablen Lagerung beitragen. Welche Matratze am besten geeignet ist, hängt dabei immer von den individuellen Bedürfnissen ab.
Bei Hausstaubmilbenallergie können Matratzen aus Kaltschaum oder Latex eine gute Wahl sein. Kaltschaum unterstützt durch seine gute Feuchtigkeitsregulierung ein trockenes Schlafklima, während Latex von Natur aus antibakterielle Eigenschaften besitzt und für Hausstaubmilben ungünstige Bedingungen bietet. Federkernmatratzen sind ebenfalls nutzbar, sollten in diesem Fall jedoch besonders auf ein trockenes Schlafklima und eine geeignete Kombination mit Matratzenbezug und regelmäßiger Pflege abgestimmt werden.
Federkernmatratzen bieten dank der Hohlräume zwischen den Federn eine extrem hohe Luftzirkulation und kaum Wärmespeicherung. Sie sind deshalb in vielen Fällen ideal für Vielschwitzende. Viscoschaummatratzen sind hingegen eher wärmespeichernd und daher in diesem Fall weniger geeignet.
Bei einem erhöhten Bedürfnis nach Druckentlastung spielt die Punktelastizität der Matratze eine wichtige Rolle, da sie den Körper gleichmäßig unterstützen und Druckspitzen reduzieren kann. Visco- und Gelmatratzen passen sich den Körperkonturen besonders präzise an und können zu einem angenehmen Liegegefühl beitragen. Bei anhaltenden Beschwerden wird grundsätzlich eine fachliche Beratung empfohlen.
Hier zählt neben allen anderen Faktoren zusätzlich auch die Einstiegshöhe. Modelle ab 20 cm Komforthöhe erleichtern das Aufstehen und Zubettgehen. Entscheidend ist dabei jedoch immer das Zusammenspiel mit der Höhe des Bettgestells. Die Faustregel lautet: Matratze und Bettgestell sollten so hoch sein, dass die Füße im Sitzen flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im 90°-Winkel gebeugt sind. Weitere Aspekte finden Sie in unserem Ratgeber zur Matratze für Senioren.
Auf welche Qualitätsmerkmale sollten Sie beim Kauf achten?
Welche Matratze die richtige ist, hängt auch mit der Produktqualität zusammen. Schließlich möchten Sie möglichst lange etwas von Ihrer Investition haben. Drei technische Kennzahlen geben Ihnen verlässliche Anhaltspunkte für die Qualität einer Matratze:
- Raumgewicht (RG) bei Schaummatratzen: Es bezeichnet, wie viel Kilogramm Rohmasse pro Kubikmeter Schaumstoff verarbeitet wurden, und beeinflusst Qualität, Langlebigkeit, Rückstellkraft und Kuhlenbildung.
- Federanzahl bei Federkernmatratzen: Bezogen auf 100 × 200 cm sind ca. 500 Federn ein guter Liegekomfort, ca. 1.000 Federn ermöglichen eine noch feinere, besonders punktelastische Anpassung.
- Stauchhärte: Gibt an, wie viel Kraft (in Kilopascal) erforderlich ist, um den Matratzenkern um 40 % seiner ursprünglichen Höhe zu komprimieren. Je höher die Stauchhärte, desto fester das Material.
Aber auch ein abnehmbarer Matratzenbezug ist wichtig: Hier empfiehlt sich ein bei mindestens 40 °C – idealerweise 60 °C – waschbares Modell. Materialien wie Baumwolle, Polyester oder TENCEL™ Lyocell unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften und können je nach individuellen Anforderungen unterschiedlich gut geeignet sein.
- Stiftung Warentest: bewertet im Matratzen-Test unabhängig in Kategorien wie Liegeeigenschaften, Schadstoffe und Haltbarkeit.
- OEKO-TEX® STANDARD 100 Klasse 1: bestätigt, dass die verwendeten Materialien schadstoffgeprüft und für empfindliche Haut geeignet sind. LGA-Qualitätssiegel: geprüfte Materialqualität und Belastbarkeit – für ein langlebiges und schadstoffarmes Produkt.
- IGR – Institut für Gesundheit und Ergonomie: Auszeichnung für ergonomische Produkte, die eine natürliche Körperhaltung und hohen Komfort fördern.
Alle Siegel im Überblick finden Sie auf unserer Seite zu Qualitätsstandards und Zertifizierungen.
Übrigens: Für eine ergonomische und komfortable Schlafumgebung ist nicht allein die Matratze entscheidend – ebenso wichtig sind ein passender Lattenrost sowie, je nach Bedarf, ein geeigneter Topper und auf die persönlichen Schlafgewohnheiten abgestimmte Bettwaren.

Im Zweifelsfall gilt: Lassen Sie sich beraten, wenn Sie unsicher sind, welche Matratze die richtige für Sie ist. Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei.
- Werden Sie sich über Ihre Bedürfnisse klar: Überlegen Sie vorab, welches Liegegefühl Sie bevorzugen, wie Sie schlafen und ob besondere Anforderungen bestehen – etwa Rückenbeschwerden, Allergien oder nächtliches Schwitzen.
- Beachten Sie Körpergewicht und -proportionen: Für die Auswahl der passenden Matratze dienen unter anderem Körpergewicht und Körperbau als Orientierung für den geeigneten Härtegrad. Messen Sie Ihr Bettgestell sorgfältig aus: Bringen Sie die korrekten Maße mit, damit Sie sich für die richtige Matratzengröße entscheiden.
- Nutzen Sie Möglichkeiten zum Probeliegen: Testen Sie nach Möglichkeit verschiedene Matratzenmodelle vor dem Kauf in der Filiale.
- Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Probieren Sie Matratzen tagsüber aus. Denn abends, wenn man müde ist, empfindet man beim Probeliegen nahezu jedes Modell als angenehm.
- Vertrauen Sie auf Expertenmeinungen: Die richtige Matratze zu finden, ist eine individuelle Aufgabe – und gerade bei der großen Auswahl ist eine fachkundige Einschätzung wertvoll. Vertrauen Sie daher auf die Erfahrung des Fachpersonals, das Ihre Anforderungen kennt und Ihnen eine fundierte Empfehlung geben kann.
Persönliches Fazit vom Experten
Andrea Waßman, Filialleitung Paderborn und Schlafexpertin
„Welche Matratze die richtige ist, ist vollkommen individuell. Wenn Sie unsicher sind, beraten wir Sie gerne – telefonisch, per E-Mail oder vor Ort in unseren Filialen, in denen Sie auch probeliegen können. Nach dem Kauf haben Sie 30 Tage Zeit, Ihre neue Matratze von RAVENSBERGER Matratzen in Ruhe zu Hause zu testen.”
Die HEIA-Einteilung wird im Matratzenbereich häufig genutzt und beschreibt vier Körpertypen, deren Formen den Buchstaben H, E, I und A ähneln:
- Der H-Typ (Schultern, Brust und Hüfte etwa gleich breit, wenig ausgeprägte Taille) benötigt in der Regel eine mittelfeste bis festere Matratze mit guter Körperunterstützung.
- Der E-Typ (Schultern und Hüfte ausgeglichen, weder Bauch noch Po ausgeprägt) benötigt eine ausgewogen stützende Matratze.
- Der I-Typ (schmal an Schultern und Hüfte, leichtes Gewicht) benötigt eine gleichmäßig stützende Matratze mit weichem Einsinken.
- Der A-Typ (schmale Schultern, breiteres Becken, Schwerpunkt an der Hüfte) benötigt eine punktuell stützende Matratze.
Nutzen Sie unseren Matratzenberater, um passende Matratzen für Ihren Körpertyp zu finden.